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Auf einen Blick

IWitness Reise in die UNHCR Flüchtlingslager: IKEA Mitarbeiter auf dem Weg nach Jordanien

03.07.2017
Sechs Mitarbeiter von IKEA Österreich sind heute, Montag, nach Jordanien abgereist. Ihr Ziel: die großen UNHCR Flüchtlingslager Azraq und Za’atari. Der Grund: Sie möchten mit eigenen Augen sehen, wo die Unterstützung, die die IKEA Foundation seit vielen Jahren leistet, landet und wie IKEA nicht nur hier in Österreich, sondern auch in den Brennpunkten selbst hilft. Auf die Mitarbeiter, ein Team von UNHCR und der IKEA Foundation, wartet ein umfangreiches Arbeitsprogramm.

Die IKEA Foundation ist in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) geworden. Die Unterstützung reicht von der Errichtung ganzer Flüchtlingslager, etwa in Afrika, über den Aufbau besonderer Flüchtlingsunterkünfte bis hin zur Versorgung von Flüchtlingslagern mit erneuerbarer Energie, finanziert etwa über die Aktion „Brighter Lives for Refugees“, die seit einigen Jahren stattfindet. 

Das kleine Jordanien mit seinen nicht einmal 7 Millionen Einwohnern hat bereits knapp 740.000 Flüchtlinge aufgenommen, die meisten davon aus dem Nachbarland Syrien. Das UNHCR ist Betreiber der beiden Mega-Flüchtlingslager Azraq und Za’atari. Dorthin sind die sechs IKEA Mitarbeiter Miriam, Philipp, Sonja, Dominique, Johanna und Matej unterwegs. Sie wollen mit eigenen Augen sehen, wie die aus dem Bürgerkrieg geflohenen Menschen leben, was die Unterstützung der IKEA Foundation bewirkt und mit welchen Herausforderungen Flüchtlinge und UNHCR kämpfen. 

Azraq und Za‘atari: Größer als die Wiener Innenbezirke

Die beiden UNHCR Flüchtlingslager Azraq und Za’atari sind in ihren Dimensionen kaum vorstellbar. In Za’atari, das 2012 als Reaktion auf die enorme Menge an syrischen Flüchtlingen gegründet wurde, leben derzeit rund 79.900 Menschen aus dem Nachbarland. Das Lager erstreckt sich über fünf Quadratkilometer – mehr als der 5. und 9. Wiener Gemeindebezirk gemeinsam – und ist in 12 Bezirke aufgeteilt. Neun Schulen, zwei Spitäler, neun Ambulatorien, zwei Supermärkte und 3.000 kleine Geschäfte, die von den Flüchtlingen selbst betrieben werden, sind Teil des Lagers.

Azraq öffnete 2014 und ist das erste Flüchtlingslager der Welt, das mit erneuerbarer Energie versorgt wird. Es hat eine Maximalkapazität von bis zu 130.000 Flüchtlingen und eine Fläche, die dem 6., 7. und 17. Wiener Gemeindebezirk zusammen entspricht. Die Solaranlage, die von der IKEA Foundation finanziert und im Jänner dieses Jahres in Betrieb genommen wurde, kann aktuell 20.000 syrische Flüchtlinge mit Strom versorgen. Das ist auch dringend nötig, denn ohne Stromversorgung gibt es in dem in der Wüste gelegenen Flüchtlingscamp weder Licht, noch können in der sommerlichen Hitze Lebensmittel aufbewahrt werden. Mit der Anlage können nun ca. 5.000 Familien Kühlschränke, Ventilatoren und Handys betreiben. 

Dichtgedrängtes Besuchsprogramm

Die sechs IKEA Mitarbeiter werden an den fünf Tagen ihrer Reise beide Lager besuchen und sich natürlich auch die Solaranlage ansehen. Außerdem stehen mehrere Meetings mit UNHCR Vertretern vor Ort ebenso auf dem Programm wie der Besuch des größten Flüchtlingsregistrierungszentrums der Welt: in Khalda werden täglich 3.000 Flüchtlinge registriert – und zwar mithilfe hochmoderner biometrischer Technologien.

In Jordaniens Hauptstadt Amman werden die IKEA Mitarbeiter syrische Flüchtlingsfamilien quasi daheim besuchen können. Denn mehr als 500.000 Syrer haben in Jordanien eine zweite Heimat gefunden und wohnen außerhalb der Flüchtlingslager in den Städten. 

In Za’atari wird Camp-Manager Hashim Sharief den österreichischen Besuchern zeigen, wie ein Flüchtlingslager funktioniert, wie das Leben abläuft, was die großen Herausforderungen sind und welche Lösungen das Leben der Bewohner erleichtern. Dabei werden sie u. a. das Logistikzentrum und ein von Flüchtlingen betriebenes Recyclingprogramm besichtigen. Auch Besuche bei Flüchtlingsfamilien in den Lagern stehen auf dem Programm. Ähnlich wird der Besuch in Azraq ablaufen, bei dem Camp-Manager Gamal Yacout und Colonel Fakhri von der syrischen Flüchtlingsagentur SRAD (Syrian Refugee Affairs Department) erklären, wie man die Menschen schützen und erreichen kann. 

IWitness Team mit „einheimischer“ Übersetzerin 

Fünf IKEA Mitarbeiter aus ganz Österreich haben die Chance, gemeinsam mit dem IKEA Österreich Nachhaltigkeitsmanager Matej Hargas, die Arbeit des UNHCR in Jordanien aus der Nähe zu betrachten. Im Rahmen eines längeren Auswahlprozesses konnten sich alle Mitarbeiter für die Reise bewerben. Eine mehrköpfige Jury traf schließlich die Entscheidung.

Jeder von ihnen hat eine besondere Motivation, in den Nahen Osten zu reisen: Miriam aus dem Kundenservice von IKEA Österreich zum Beispiel, hat im Vorjahr als freiwillige Helferin viele Wochen am Hauptbahnhof, in Traiskirchen und auch in Spielberg mitgearbeitet. Sie ist vor allem neugierig, wie Flüchtlinge außerhalb der Camps leben, aber auch was mit den Spenden passiert, die im Rahmen der IKEA Foundation Aktion „Brighter Lives for Refugees“ gesammelt werden. 

Der Grazer Grafikdesigner, Hobbyfotograf und Hobbymusiker Philipp ist enorm stolz, ausgewählt worden zu sein. Er möchte seine Erlebnisse in Jordanien nutzen, um den Menschen zu erzählen, wie es anderswo zugeht – und damit vielleicht den Blickwinkel mancher Menschen auf das, was in der Welt passiert, verändern. 

Sonja, die in der Textil- und Badezimmerabteilung von IKEA Wien Nord arbeitet, will wissen, welchen Effekt Hilfsaktionen haben können, und wie sehr auch kleine Beiträge das Leben von Menschen verbessern können. 

Johanna, Interior Designerin bei IKEA Salzburg, hat wieder einen anderen Blick auf ihre Reiseziel: „Jordanien mit seinen 6,5 Millionen Einwohnern hat bereits 2015 insgesamt 636.000 Flüchtlinge aufgenommen, in Österreich waren es 2015 gerade 90.000, bei 8,5 Millionen Bewohnern. Ich suche nach Antworten.“ 

Fünfte im Bunde ist Dominique, Teilzeit-Kundenservicemitarbeiterin von IKEA Klagenfurt. Die Tochter eines Syrers und einer Österreicherin ist in Österreich aufgewachsen, zog mit ihrem früheren Ehemann nach Aleppo und kam 2011 wieder nach Kärnten zurück. Sie spricht fließend Arabisch und arbeitet seit Beginn der Flüchtlingskrise in Teilzeit auch für die Diakonie de la Tour. Sie will sich die Flüchtlingsarbeit in Jordanien ansehen, und wie die Einheimischen mit den Flüchtlingen umgehen. 

Begleitet wird die Truppe von IKEA Österreich Nachhaltigkeitsmanager Matej Hargas, UNHCR Mitarbeitern vor Ort und Kollegen von der IKEA Foundation.

Über die IKEA Foundation
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Die IKEA Foundation ist der karitative Arm der INGKA Foundation, der IKEA Konzernmutter. Sie will die Chancen von Kindern und Jugendlichen in den ärmsten Regionen der Welt verbessern, indem sie langfristige Programme unterstützt, die eine substanzielle Veränderung bewirken. Die IKEA Foundation arbeitet mit starken, strategischen Partnern wie dem UNHCR zusammen, um solcherart Veränderungen in den vier wichtigsten Bereichen im Leben von Kindern zu erzielen: einem Zuhause, einem gesunden Start ins Leben, einer guten Ausbildung und einem nachhaltigen Familieneinkommen. In Jordanien unterstützt die IKEA Foundation das UNHCR mit Spendengeldern für die Flüchtlingslager Za’atari und Azraq in der Wüste im Norden Jordaniens.  



Barbara Riedl
Public Relations IKEA Österreich

IKEA Austria GmbH
Südring
2334 Vösendorf

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